1) Kalender
Unter www.mediationskalender.de gibt es – wie schon vermuten lässt – Mediationskalender. Gemeint ist damit eine Auswahl von Kalendern (neben dem aktuellen Kalender für 2010 gibt es noch die älteren Versionen ab 2006), bei denen zu jedem Monat ein zur Mediation passendes lustiges Motiv (“ohne Humor ist Mediation witzlos”) gemalt wurde.
Neben der Möglichkeit, sich die Kalender auf der Homepage (Seite für Seite) anzuschauen, kann man die Kalender auch bestellen. Den 2009′er Kalender gibt es für sage und schreibe 9,90 € (bei Bestellungen ins Ausland zzgl. Porto). Ob man den 2010′er Kalender schon bestellen kann, bleibt unbeantwortet.
Naja für diejenigen, welche die Mediation liebgewonnen haben, ist der Kalender vielleicht eine lustige Abwechslung zum Arbeitsalltag.
2) Ebay-Versuch
Welche Macht eine einfache Entschuldigung haben kann, wurde in einem Artikel auf 123recht.net beschrieben. In einer Studie des Ökonomen Johannes Abeler von der Universität Nottingham wurde untersucht, wie die (632 getäuschten) Kunden eines ebay-Verkäufers reagieren, wenn der Verkäufer versucht, negative Bewertungen wieder löschen zu lassen.
Die Kunden wurden in 3 Gruppen aufgeteilt. Bei der ersten Gruppe hat sich der (schlechtbewertete) Verkäufer beim Kunden entschuldigt und darum gebeten, die schlechte Bewertung wieder zu löschen. Den beiden anderen Gruppen wurde lediglich ein Gutschein angeboten (Gruppe 2: 2,50 € und Gruppe 3: 5,00 €), wenn diese ihre schlechte Bewertung wieder zurücknehmen.
Das Ergebnis: 44,8 % der ersten Gruppe (nur Entschuldigung, kein Gutschein) zogen ihre schlechte Bewertung zurück. In Gruppe 2 reagierten nur 19,3 % und in Gruppe 3 nur 22,9 % mit der Zurückziehung der schlechten Bewertung. Was lernen wir also daraus? Manchmal erreicht man mit einer einfachen Entschuldigung mehr, also mit Geld bzw Gutscheinen.
Aber unter uns: Ein Verkäufer, der von mir schlecht bewertet wurde und mir dann einen Gutschein (womöglich für einen weiteren Einkauf seiner Produkte) anbeitet, hätte bei mir auch schlechte Karten gehabt. Interessant wäre es zu wissen, wie die Kunden reagiert hätten, wenn man ihnen statt des Gutscheins Geld anbeitet.